Vienna Coffee Festival 2019

Auch dieses Jahr durften sich KaffeeliebhaberInnen wieder in der Ottakringer Brauerei einfinden, um sich beim Vienna Coffee Festival durch verschiedenste Bohnen von Röstereien durchzukosten. Wir wurden dieses Jahr vom Vienna Coffee Festival eingeladen und haben uns das Festival näher angesehen.

Das Highlight für BesucherInnen dürfte wohl der Bereich sein, bei dem die Röstereien ihre Bohnen zum Verkosten anbieten. Im Vergleich zu den Anfängen hat sich hier einiges getan. Man kann sich durch Kaffees von mehr als 10 Röstereien durchkosten – natürlich kostenlos. Wenn man bedenkt, dass ein Espresso in einem Third Wave Café rund 2€ kostet, haben sich daher die 12€ Eintritt schnell ausgezahlt (Vorverkauf, sonst 15€. Zusätzlich 2€ Ermäßigung – z.B. für Studierende) . Dabei ist man aber nicht nur auf Espresso beschränkt, auch Filterkaffee und Cold Brew wurde zum Probieren angeboten. Natürlich war es auch möglich, die am besten schmeckenden Bohnen vor Ort zu kaufen (wir haben uns natürlich welche mitgenommen – Bohnen aus Kenya von den Coffee Pirates und von Gota). Teilweise sind die Kaffeebohnen am Festival auch günstiger – quasi ein Festivalpreis. Für uns am interessantesten war es jedoch, Röstereien kennenzulernen, die in Wien nicht stark vertreten sind. Die meisten von ihnen rösten im Umkreis Wiens. Beispielsweise haben uns der verkostete Kaffee von Röstraum und Deluke Coffee sehr gut geschmeckt.

Neben Kaffee konnte man sich auch bezüglich Equipment zur Kaffeezubereitung umsehen. Vorgestellt wurden neben Pour-Over Utensilien Siebträgermaschinen für den Heimgebrauch, sowie für die Gastro. Auch vertreten waren z.B. Hersteller von Likören zum Genuss mit Kaffee – natürlich durfte man auch hier wieder kosten und manchmal sogar Goodies ergattern. Ebenso konnte man sich an diversen Workshops und Cupping-Sessions beteiligen. Musikalisch untermalt wurde das Festival von diversen DJs.

Wie schon in den letzten Jahren haben auch 2019 wieder die Kaffeemeisterschaften im Zuge des Festivals stattgefunden. Der Wettbewerb wurde in den drei Disziplinen Brewers Cup, Latté Art und Cup Tasting ausgetragen – bei letzterem sogar mit 32 TeilnehmerInnen.

Zwei Kleinigkeiten sind uns aufgefallen: Die einzelnen Bereiche bzw. Veranstaltungen hätten vor Ort besser beschildert und ausgewiesen werden sollen. Auch finden wir es schade, dass man mit dem Ticket nur einmal rein darf. So kann man also nicht z.B. am Freitag das Ticket kaufen und am Samstag nochmal hinschauen (schließlich gibt es täglich wechselndes Programm).

Insgesamt können wir das Festival trotz des recht hohen Eintrittspreises allen KaffeeliebhaberInnen empfehlen. Man kann sich überall durchprobieren und lernt nebenbei Röstereien kennen, die innerhalb Wiens nicht (einfach) zu haben sind.

Patrick

Ich trinke Kaffee am liebsten aus der Bialetti Brikka oder aus dem Kaffeesyphon. Ansonsten mag ich es zu bloggen und Fotos zu machen. Außerdem habe ich ein Herz für Typographie, interessiere mich für Mode und mag Emoji. Auf Twitter und Instagram findet ihr mich unter @patloew.

Das könnte dir auch gefallen...