Mokkakanne

Mokkakanne

Die Mokkakanne ist neben den weit verbreiteten Filterkaffeemaschinen und Vollautomaten ein oft anzutreffendes Zubereitungszubehör in den Haushalten von heute. Aus eigener Erfahrung und Gesprächen mit etlichen Menschen wurde mir bewusst, wie unklar die Verwendung dieser eigentlich als simpel betrachteten Kaffeekanne ist. Auf Grund der falschen Herangehensweise bekommt man stets ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis, das gerne auf die Kaffeekanne oder Bohnen geschoben wird.

Leider werden auch gut gewillte KaffeegenießerInnen, die im Vorhinein nach der richtigen Vorgehensweise im Internet recherchieren, enttäuscht – verschiedene mehr oder weniger zielführende Ansätze soweit das Auge reicht. Meine Suche hat nun endlich ein Ende gefunden: Folgende Anleitung setzt sich aus recherchierten Anleitungen in Kombination mit meinen gesammelten Erfahrungen zusammen und führt zu schnellen ersten Erfolgen mit der Mokkakanne. Um jedoch ein optimales Ergebnis produzieren zu können, bedarf es einige Versuche bezüglich Mahlgrad und Herdplatten-Temperatur-Einstellungen.

1. Der Mahlgrad sollte auf jeden Fall gröber als beim Espresso, aber auch feiner als beim Filterkaffee gewählt werden. Eventuell bittere Aromen im Kaffee werden durch einen zu fein gewählten Mahlgrad oder Überhitzen der Kanne verursacht. Außerdem sollte das Sieb möglichst trocken sein bevor der Kaffee hineingegeben wird. Zur Frage der Kaffeemenge: Der Kaffeesatzbehälter muss komplett gefüllt und mit leichtem Druck glatt gestrichen werden.

Mokkakanne

Der oben abgebildete Mahlgrad ist eher grob gewählt, lieferte jedoch ein sehr brauchbares Ergebnis. Mit einem etwas feineren Mahlgrad schmeckt der Kaffee intensiver. Daher: Anfangs bei jeder Zubereitung die Konfiguration ein wenig abändern und die Unterschiede im Ergebnis beobachten.

2. Es sollte bereits kochendes Wasser in die Wasserkammer gefüllt werden, um die Zeit bis zum Starten des Brühens möglichst gering zu halten und die Kanne vor dem Überhitzen zu bewahren. Gefüllt wird bis knapp unter das Ventil. Bei vielen Kannen ist hier zusätzlich eine „max“ Markierung vorhanden. Ich persönlich wärme die Kanne mit heißem Wasser auf und befülle sie kurz vor dem Zusammenschrauben erneut mit kochendem Wasser, um eine konstante Ausgangswassertemperatur in der Kanne zu garantieren.

Mokkakanne

3. Nachdem alle Vorbereitungen getroffen und die Kanne zusammengeschraubt wurde, wird nun die Herdplatte auf 1/2 bis 3/4 der maximalen Hitze eingestellt. Falls die Herdplatte nicht schnell genug auf Temperatur kommt, sollte sie bereits während oder am Anfang der Vorbereitungen eingeschalten werden. Beim Zusammenschrauben unbedingt darauf achten, dass die Dichtung sauber und frei von jeglichen Kaffeeresten ist. Und: Achtung, heiß!

4. Sobald die Kanne am Herd steht, geht alles relativ schnell. Die Kanne darf in dieser Phase nicht aus den Augen gelassen werden, um einem möglichen Verbrühen des Kaffees vorzubeugen. Es sollte nicht allzu lange dauern, bis der köstliche Kaffee in die obere Kammer läuft. Dies macht sich jedoch nicht, wie vielleicht erwartet, durch Dampfen und lautes Blubbern bemerkbar. Wenn die Kanne laut zu keuchen beginnt muss sie sofort vom Herd genommen und der untere Kannenteil mit Wasser oder ähnlichem gekühlt werden, um den Brühvorgang sofort zu stoppen und Bitterstoffe im Kaffee zu vermeiden.

Mokkakanne

Zu guter Letzt darf nicht vergessen werden, dass es sich bei dem resultierenden Kaffee um Mokka handelt – fälschlicherweise wird er oft als Espresso bezeichnet, wofür es jedoch am notwendigen Druck in der Kanne fehlt.

Viel Spaß und gutes Gelingen!

 

Quellen

Gerald

Student und Kaffeegenießer. Das Experimentieren mit den verschiedensten Brühmethoden bereitet mir Freude. Ohne der Gesellschaft netter Menschen wäre es jedoch nur halb so schön. Auf Twitter und Instagram zu finden unter: @geraldvoit.

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3 Antworten

  1. Manu sagt:

    Ist das normal, dass der Kaffee dann so hellbraun ist, oder ist das nur auf dem Foto so? (Meiner ist viel dunkler)

    • Gerald sagt:

      Durch andere Lichtverhältnisse und die nachträgliche Bildbearbeitung scheint der Kaffee heller zu sein. Natürlich hängt die Farbe des Kaffees auch von der Bohne ab. Also keine Sorge, wenn das Ergebnis dunkler ausfällt :)

  1. 1. Dezember 2014

    […] Mokkakannen Zubereitungsanleitung […]

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